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triangle of Weimar
 
I-NET-I Projekt

Das GILDE-Zentrum hat im Sommer 2005 ein neues EU-Projekt gestartet und Kontakte nach Polen und Frankreich geknüpft. Ziel der Initiative ist die Zusammenarbeit mit den Gründer- und Technologiezentren im nordfranzösischen Lille und Ruda Slaska in Schlesien. „Wir wollen gute Praxisbeispiele der Zentren austauschen und voneinander lernen,“ skizziert GILDE-Geschäftsführer Rolf Merchel die Zielsetzung des unter anderem von der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts.

Netzwerk von Gründerzentren
Der Titel des Projekts „i_net_i“ steht für das „interregionale Netzwerk von Inkubatoren“, also der Gründer- und Innovationszentren wie der GILDE, die als „Brutkasten“ (Inkubator) für Jungunternehmen fungieren und diese beim Wachstumsprozess und der Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen.

Zum ersten Arbeitstreffen des 18-monatigen Gemeinschafts-Projekts trafen sich Rolf Merchel und GILDE-Prokurist Thorsten Brinkmann mit den polnischen Partnern des Rudzki Inkubator und den französischen Gastgebern im Science Park in Lille. Die Technologieregion Lille ist der drittgrößte Wirtschaftsraum in Frankreich und eine der wachstumsstärksten Regionen in Westeuropa. „Das dortige Technologiezentrum CIEL arbeitet sehr eng mit der Universität Lille und weiteren Forschungseinrichtungen zusammen,“ verweist Rolf Merchel auf eine der Stärken des französischen Partners.

Auch wenn die Dimensionen der drei Zentren teilweise sehr unterschiedlich seien, ist Merchel sicher, eine Menge guter Ideen und Ansätze zur Verbesserung der eigenen Arbeit aus der internationalen Kooperation mitzunehmen. Denn auch in Polen und Frankreich gelten neue Firmen als ein wichtiger „Jobmotor“ und Impulsgeber für den Arbeitsmarkt.

Regionales Weimarer Dreieck
Die Verbesserung der Beschäftigungssituation ist eine der Zielsetzungen des „Regionalen Weimarer Dreiecks“, dessen Projektfonds das „Inkubator-Projekt“ unterstützt. Die drei Regionen Nord-Pas de Calais, Schlesien und Nordrhein-Westfalen möchten über diese Initiative ihre trilateralen Verbindungen und Kooperation ausweiten und vertiefen.

Zum Beginn des i_net_i-Projekts wurde zunächst eine Unternehmensbefragung der Zentren und deren Partner durchgeführt. Das GILDE-Zentrum hat dazu rund 500 Jungunternehmen und potentielle Gründerinnen und Gründer in OWL nach deren Standort-Anforderungen und -Wünschen befragen.

Im weiteren Projektverlauf trafen sich GILDE-Geschäftsführer Rolf Merchel und Prokurist Thorsten Brinkmann mit Vertretern der Gründer- und Technologiezentren im nordfranzösischen Lille und im polnischen Ruda Slaska auch in Detmold.

Während des dreitägigen Arbeitstreffens in der GILDE knüpften die Besucher auch Kontakte zur Industrie- und Handelskammer Lippe, der Fachhochschule Lippe und zu TIGER OWL, dem Zusammenschluss der Technologie- und Gründerzentren in OWL.

Gegenseitiges Lernen
Aufbauend auf der gemeinsam entwickelten Studie ermittelten die Partner die jeweiligen Stärken und tauschten ihre Kompetenzen gegenseitig aus. Die GILDE hatte die Meinung von rund 80 Jungunternehmen und Gründerinnen und Gründer einholen können - mit sehr zufrieden stellendem Ergebnis. Aber auch mit einigen neuen Erkenntnissen: „So hatten wir nicht erwartet, dass den Firmen unser flexibles Raumkonzept oder das Thema Sicherheit so wichtig ist,“ zieht Thorsten Brinkmann eine positive Bilanz der Studie.

Auch wenn die Situationen und Studienergebnisse in den drei Ländern unterschiedlich ausfallen, ist Brinkmann sicher von den anderen Partnern anhand von Fallstudien lernen zu können: „Bei der Ansprache von Gründern aus der Hochschule oder beim Einwerben von EU-Mitteln haben wir von unseren Partnern intensive „Nachhilfe“ erhalten“. Andererseits konnten die Franzosen und die Polen von der GILDE etwas in Sachen Vermarktung und Außendarstellung lernen.

Besonderes Augenmerk legten die Projektpartner auf den direkten Austausch der jungen Firmen, die in den Zentren angesiedelt sind. So nutzte Nicolas Triki, Gründer aus dem Technologiezentrum Lille, den Besuch in der GILDE um sich über mögliche Vertriebskontakte in Deutschland zu informieren.

Zum Knüpfen erster Direktkontakte zu Kooperationspartner im Ausland können interessierte Betriebe die Kontaktplattform auf der Webseite des Projekts unter www.i-net-i.eu nutzten.